Geschichte der Schokolade
Der Grundstoff der Schokolade, die Kakaobohne, lat. Theobroma Cacao L., was übersetzt Götterspeise bedeutet, wird bereits seit über 3000 Jahren in Mittel- und Südamerika als Nahrungs-und Genussmittel geschätzt.
Die Olmeken, Mayas und Azteken rösteten, mahlten und stampften die Kakaobohnen bereits, um sie anschließend mit Wasser und Gewürzen zu einem Getränk zu verrühren, welches sie tchocoatl nannten, wobei tchoco soviel wie Wasser bedeutet und atl das Geräusch des Rührens und Kochens beschreibt.
Auch als Zahlungsmittel wurde die Kakaobohne eingesetzt, wobei ein Sklave bis zu 100 Kakaobohnen kosten konnte. Dieses bittere, mit Gewürzen wie Chili und Piment zubereitete Getränk wurde von den Spaniern nach Europa gebracht, fand aber erst Zuspruch in europäischen Adelshäusern, als es mit Rohrzucker gesüßt wurde. So trat die Trinkschokolade ab dem 16. Jahrhundert ihren Siegeszug durch Europa an.
Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es durch die Erfindungen des Holländers van Houten, der die Kakaomasse und Kakaobutter trennte, sowie des Schweizer Sprüngli, der das Conchieren enwickelte, möglich, Schokolade in fester Form zu geniessen.
